harder german junior masters
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Über das Turnier, dessen Teilnehmer, Veranstalter und Gäste wird in nationalen und internationalen Printmedien und TV berichtet werden.
Abschlußbericht
Harder German Junior Masters 2006

Der Schirmherr wollte nicht ausschließen, dass „wir hier vielleicht den Tiger Woods von Morgen“ gesehen haben könnten. Und das Patronat der Harder German Junior Masters hat mit Franz Beckenbauer einer übernommen, dessen sportliches Feingefühl ihn selten trog. Die Fußball-Legende, selbst aktiver Golfer mit einem Handicap um 10, hatte nach Beendigung seiner Mission Fußball WM in Deutschland auch erstmals die Zeit gefunden, selbst auf Gut Neuzenhof vorbeizuschauen. „Wir brauchen im Sport hierzulande viel öfter den internationalen Vergleich“, war Beckenbauer vom Starterfeld aus 14 Nationen begeistert, „nur dann schaffen es auch unsere Talente nach oben.“

Auf dem besten Weg dorthin ist Branden Grace. Der Südafrikaner war der unumstrittene Star an den drei Heddesheimer Turniertagen. Mit einer Bilanz von -9 brauchte er zehn Schläge weniger als die beiden starken US-Boys John Hahn und Justin Doward (+1). Grace, einst Mitglied in einem Förderprogramm seines berühmten Landsmannes Ernie Els, bringt alles mit, um einmal erfolgreich auf der Tour zu spielen und „will einmal ein zweiter Ernie Els werden“.

Dort wo die Nachwuchsgolfer hin wollen, kamen viele prominente Turniergäste der Harder German Junior Masters her: von ganz oben aus der Welt des Sports. Schwimm-Legende Franziska van Almsick, Biathlon Olympiasieger Ricco Gross und der amtierende Box-Schwergewichts Weltmeister Wladimir Klitschko, der seinen letzten öffentlichen Auftritt in Deutschland vor seiner Titelverteidigung auf Gut Neuzenhof hatte. Klitschko: „Man kann als Jugendlicher gerade vom Golfsport so viel fürs Leben lernen, besonders bei solch einem Turnier.“ Der Sportwissenschaftler und Hobbygolfer blickte fast ein bisschen neidisch auf die Topleistungen auf den Grüns.

Dort konnten sich auf die deutschen Talente gut in Szene setzen. Sebastian Schwind (+2), der Berliner Philip Fabian Majow (+3) und Stefan Wolters (+4) vom 3 Thermen Golf Ressort konnten sich direkt hinter dem Spitzentrio aus Südafrika und Amerika platzieren. „Viele Spieler waren von der Deutschen Meisterschaft gut in Form und vielleicht hatten wir auch einen kleinen Heimvorteil“, meinte Louisa Lies. Die Lokalmatadorin vom GC Heddesheim spielte als einziges Mädchen unter Par und gewann vor Maria Tschida, die für den GC Rheinhessen startet. Die starke Konkurrenz aus Thailand und Dänemark hatte gegen den konstant spielenden deutschen Nachwuchs überraschend das Nachsehen. Branden Grace und Louisa Lies schlüpften verdientermaßen ins grüne Jackett der Sieger, das dem berühmten Original aus Augusta nachempfunden ist.
In seiner vierten Auflage hat sich das Turnier fast zu einer kleinen Jugendweltmeisterschaft entwickelt. Bei einem Handicap-Cut von -2 Jungen / bzw. -4 Mädchen brachten Spielerinnen und Spieler aus 14 Nationen wieder einmal ein beachtliches Niveau in die Rhein-Neckar-Region. Tour Professional Marcel Siem stattete „meinem Lieblingsjugendturnier“ auf dem Weg zu den BMW Open einen Blitzbesuch ab und zeigte sich erfreut, dass die Harder German Junior Masters Aufnahme in den Rahmenterminkalender gefunden haben. „Ich wurde früher in der Schule ausgebuht, weil ich Golfer war“, meinte Siem, „da wirken solche Veranstaltungen natürlich für das jugendliche Image einer ganzen Sportart.“

Die Harder German Junior Masters waren wieder einmal mehr als ein Jugendgolfturnier. Während die aktiven Spieler wieder einmal ein Rundum-Verwöhnprogramm mit Sightseeing und Discoabend erlebten, machte sich Gut Neuzenhof einen Namen als Forum für Gesundheit und Sport.

„Es ist das Wesen unserer Veranstaltung“, so Initiator und Förderer Jürgen B.Harder, „dass wir Angebote weit über den Wettkampf hinaus machen wollen.“ So referierten der bekannte Bochumer Radiologe Professor Dietrich Grönemeyer über Golf und Gesundheit, während der Starcoach aus Florida Tom Burnett Einblicke in seine Trainingspraktiken gewährte. Dazu wirkte Rollstuhlfahrer Antony Netto als Anschauungsbeispiel, wie einem der Sport trotz starker Behinderung zu einem Lebensgefühl verhelfen kann.

Dabei sollte Gut Neuzenhof nicht zum Fachsymposium aufsteigen, sondern praktische Tipps für jeden vermitteln, der sich zum Golfsport bekennt. Professor Grönemeyer, der in Deutschland als Vater der Mikrotherapie gilt, brachte es auf eine einfache Formel: „Wenn wir alles mit einem Lächeln und Lebensfreude angehen, leben wir gesünder. Da sollten wir von den Jungen lernen.“ Kinder an die Macht – wie es sein Bruder Herbert in einem seiner größten Hits musikalisch zum Ausdruck bringt. Irgendwie ist es genau das, was die Harder German Junior Masters ausdrücken wollen…



Jürgen B. Harder
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