Abschlußbericht
Harder German Junior Masters 2007
Deutschland gegen Dänemark unter amerikanisch-südafrikanischer Beobachtung.
So könnte man den Titelkampf bei den Jungen der Harder German Junior Masters zusammenfassen. „Wir hatten noch nie so ein leistungsstarkes und ausgeglichenes Teilnehmerfeld“, sah Turnierdirektor Willi Silkenbäumer bei der 5. Auflage dieses in Deutschland wohl einmaligen Jugendturniers „eine besondere sportliche Qualität“.
Mit Nicolai Aagaard setzte sich dann auch der beständigste Golfer auf Gut Neuzenhof durch, der auch auf zwei Runden mit jeweils 67 Schlägen und 5 unter Par die besten Einzelergebnisse ablieferte. Der Sieger der German Junior Open hat damit auf deutschem Boden das Maximum erreicht, was es in dieser Altersklasse zu gewinnen gibt. Aagaard: „Es war ein aufregendes Turnier und spannend bis zum letzten Loch.“ In der Tat brauchte an den drei Wettkampftagen John Popeck aus den USA nur einen einzigen Schlag mehr. Der Jungstar aus Nevillewood konnte damit seiner Favoritenrolle nicht ganz gerecht werden und musste zum ersten Mal in der Turniergeschichte einem Dänen das grüne Siegerjacket überlassen.
Dass die Nachwuchsförderung hierzulande langsam Früchte trägt, war bei den Harder German Junior Masters unübersehbar. Vier Deutsche unter den Top Ten nähren die Hoffnung auf einen „neuen Bernhard Langer“. Der Ulmer Maximilian Walz kämpfte mit zwei Schlägen Rückstand aussichtsreich um den Gesamtsieg mit, während Moritz Lampert und Alexander Matlari (beide GC St. Leon-Rot) die Farben der Golfregion Nordbaden am besten vertraten. Die beiden lagen nach 3 Runden Par genau so wie Derik Ferreira aus Südafrika, der gerne seinem Landsmann und Vorjahressieger Branden Grace in die Siegerlisten der Harder German Junior Masters gefolgt wäre.
Organisatorisch war das Turnier von Gut Neuzenhof wieder eine Großveranstaltung, die „unserem Team und den vielen Helfern alles abverlangt hat“, bilanzierte Eventmanagerin Dr, Susanna Rosswag, die einen organisatorischen Rahmen absteckte, der auch einem Professional Turnier zu allen Ehren gereicht hätte. Die 114 Teilnehmer aus 16 Nationen fühlten sich pudelwohl in der Kurpfalz.

Und das obwohl drei Tage Dauerregen über die Anlage prasselte. Diese widrigen äußeren Bedingungen und ein in jeder Beziehung fordernder Kurs stellten besonders die weiblichen Talente auf eine harte Probe. So legte Laura Sophie Zurmöhle den Grundstein für den Gesamtsieg mit einer 68er Runde am Schlusstag. „Mit ihr hatte eigentlich keiner mehr gerechnet“, zeigte sich auch Willi Silkenbäumer vom Siegeszug der Spielerin des GC Hardenberg überrascht. Trotz 10 über Par am zweiten Wettkampftag lag die Turniersiegerin im Endklassement jeweils drei Schläge besser als Franziska Neef vom ausrichtenden GC Heddesheim, der Thailänderin Schbonqkosch Preamchuen und Christine Wolf aus Österreich.
Das wiederum unter der Schirmherrschaft von Franz Beckenbauer stehende Nachwuchsturnier lässt zumindest einige Golfsternchen weiter träumen. Die beiden Sieger der Harder German Junior Masters erklärten unisono im grünen Jacket des Gewinners steckend, dass sie auf eine Karriere als Golf Professionals hoffen.
Die intensive Leistungsförderung in der Spitze dieser Sportart ist eine Seite der Harder German Junior Masters. Am mittlerweile fünf Jahre bewährten Konzept wird auch in der Zukunft festgehalten. „Was mich genau so freut wie die überragenden sportlichen und disziplinierten Darbietungen junger Menschen“, bilanzierte Initiator Jürgen B. Harder, „war der Blick in strahlende Gesichter aller Beteiligten. Die thailändische Delegation war so dankbar, die haben sich sogar über den Regen gefreut.“
|